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DIE GESCHICHTE DER OSTEOPATHIE
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Begründet wurde die Osteopathie vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917). Er wurde als drittes von neun Kindern in Virginia geboren. Sein Vater war methodistischer Wanderprediger und Arzt. 1853 entschloss sich Andrew Taylor Still auch Arzt zu werden. Damals bestand das Medizinstudium aus dem Studium medizinischer Bücher, einem Besuch einer Schule in Kansas, und der Mitarbeit mit einem niedergelassenen Arzt (heute würde man das als Lehrpraxis bezeichnen), in diesem Falle sein Vater.
Bis zum Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges 1861 führte Still das typische Leben eines Landarztes. Im Bürgerkrieg war es bei 1864 Feldarzt. Als er am Ende des Bürgerkrieges 1864 aus der Armee entlassen wurde und nach Hause zurückkehrte, machte er eine schwere persönliche Kriese durch: drei seiner Kinder fielen einer Meningitisepidemie zum Opfer und ein Monat später starb ein weiteres seiner Kinder an einer Pneumonie.

Dieses Unvermögen, seine eigene Familie zu retten, zusammen mit den Erfahrungen, die er im Bürgerkrieg gemacht hatte, brachten Still dazu neue Wege in der Medizin zu suchen. Stills Forschungen basierten auf einem genauen Studium der Anatomie. Er war überzeugt davon, dass die meisten Krankheiten gebessert oder geheilt werden könnten ohne die Heilmittel seiner Zeit einzusetzen. Seine Grundidee war es, anatomische Störungen, die die Durchblutung und die "Nervenkraft" störten, zu finden und zu behandeln. Still war ein belesener Mann mit tiefem Interesse an den sozialen und intellektuellen Entwicklungen seiner Zeit, die unzweifelhaft zu seiner Philosophie beitrugen. Dadurch setzte er sich in Gegensatz zur damaligen Schulmedizin und wurde dafür öffentlich kritisiert. Es verliess Kansas und zog nach Kirksville/Missouri und eröffnete dort im März 1875 seine Praxis. Er baute sich langsam einen Ruf als Arzt, der ohne Medikamente,
mit den Händen heilt, auf. Der Name Osteopathie wird erstmals 1885 erwähnt. Da immer mehr Patienten kamen als er selbst behandeln konnte, bildete er zunächst seine Kinder aus, um ihn in seiner Praxis zu unterstützen. Da aber immer mehr auch seine Methode erlernen wollten, wurde 1892 in Kirksville die American School of Osteopathy gegründet. Sie bestand zunächst aus zwei Räumen, musste aber rasch vergrößert werden. 1895 wurden dort mehr als 400 Patienten täglich behandelt. Heute steht dort das
Kirksville College of Osteopathic Medicine. Still blieb bis kurz vor seinem Tod aktiv und starb am
12. Dezember 1917.

 
 
 
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